Roter Faden der Bibel
Jesus Christus, der zentrale Gegenstand
Den Schlüssel zum Auffinden des zentralen Themas der Bibel finden wir in dem Evangelium nach Johannes: „Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen“ (Johannes 5:39).
Wie ein roter Faden durchzieht die Offenbarung des Herrn Jesus das Alte wir das Neue Testament:
Christus, der Schöpfer
Bereits in 1.Mose 1:1 wird uns mitgeteilt, dass Gott („Elohim“, also Mehrzahl) „die Himmel und die Erde“ schuf (bei „schuf“ verwendet der Grundtext Singular), weitere Bibelverse stellen uns Jesus Christus als den Erschaffenden vor:
- „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses {oder: Dieser} war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe {oder: Ihn} , und ohne dasselbe {oder: Ihn} wurde auch nicht eins, das geworden ist.“ (Johannes 1:1-3)
- “ {Gott,} der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt hat in das Reich des Sohnes seiner Liebe {Jesus Christus}, in dem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sünden; der das Bild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen.“ (Kolosser 1:13-16)
Christus, der Herrscher der Welt
Von den vielen Bibelstellen aus Gottes Wort, die Christi vollumfängliche Herrschaft als Mensch, Messias und Christus („Gesalbter Gottes“) ankündigt, wollen wir folgend einige anführen:
- „Der HERR hat zu mir gesprochen: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben und die Enden der Erde zum Besitztum.“ (Psalm 2:7-8)
- „Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist ein Wort in Gerechtigkeit hervorgegangen, und es wird nicht rückgängig gemacht werden, dass jedes Knie sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören wird.“ (Jesaja 45:23)
- „Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen gegeben, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.“ (Philipper 2:9-11)
- „Und er trägt auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.“ (Offenbarung 19:16)
- „Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße! “ (Psalm 110:1)
Wie viele Reiche der Erde hatten bei aller Macht eine begrenze Lebensdauer, wie anders wir aber das Reich des Sohnes beschrieben:
- „Ich schaute in Gesichten der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird“ (Daniel 7:13-14)
Christus, das Wort
Insbesondere das Neue Testament stellt uns Jesus Christus als menschgewordenes Wort Gottes vor Augen, das in Seinem Leben auf dieser Erde Gottes Wesen und Eigenschaften offenbarte (Auszug):
| Allmacht | 1.Mose 17:1 2.Mose 6:3 2.Korinther 6:18 Offenbarung 1:8; 19:6 |
| Allwissenheit | Psalm 139:1-6; 147:4 Matthäus 10:29 |
| Ewigkeit | 1.Mose 21:33 Psalm 90:2 |
| Gerechtigkeit | Psalm 11:7; 19:10 1.Petrus 2:21-24; 3:18 Apostelgeschichte 17:31 |
| Liebe | Matthäus 19:14 Markus 10:14.21 Lukas 18:16 Johannes 13:1 1.Johannes 4:8 |
| Souveränität | Markus 4; 5:1-13 Epheser 1:11 Lukas 4:29-30 |
| Wahrheit | Johannes 17:3 Titus 1:2 Römer 3:4 Hebräer 6:18 |
| Weisheit | Johannes 7:14-15 Lukas 2:47 |
| Kraft/Stärke | Matthäus 8:27; 9:33; 21:20 |
| Heiligkeit | Matthäus 21:12 Markus 8:33 Apostelgeschichte 4:27 |
Jesus Christus ist „das Wort“ (Johannes 1:1-5) und die „Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens“ (Hebräer 1:3) in Vollkommenheit. Kein Zerrbild oder Abbild, nein, eine vollkommene Offenbarung Gottes!
Christus, der Retter-Heiland
In Gottes Wort finden wir viele bemerkenswerte Bilder, die uns facettenreich Jesus Christus als unseren Heiland vor unsere Augen stellen und unsere Herzen bewegen!
Er ist der Heiland der Welt:
- „Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Heiland der Welt ist.“ (Johannes 4:42)
- „Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.“ (1.Johannes 4:14)
Er ist der Erretter:
- „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird; denn euch ist heute in der Stadt Davids ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ (Lukas 2:10-11)
Er ist der Same, der Satan den Kopf zermalmen wird:
- „Und Gott der HERR sprach zu der Schlange: Weil du dies getan hast, sollst du verflucht sein vor allem Vieh und vor allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“ (1.Mose 3:14-15)
Er ist der Knecht Gottes, der die Sünde der Welt wegnimmt:
- „Doch er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen. Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt; doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Ungerechtigkeiten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg; und der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit“ (Jesaja 53:4-6)
Er ist das vollkommene Opfer geworden und ist wegen unseren Sünden am Kreuz gestorben:
- „Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist“ (1.Korinther 15:3)
- „… die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend, und er hat in uns das Wort der Versöhnung niedergelegt. […] Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“ (2.Korinther 5:19-21)
- „indem ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken“ (1.Petrus 1:18.19)
- „Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.“ (1.Johannes 2:2)
- „Jesus Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blut“ (Offenbarung 1:5)
Er ist der Hohepriester:
- „Daher vermag er diejenigen auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er allezeit lebt, um sich für sie zu verwenden. Denn ein solcher Hohepriester geziemte uns auch: heilig, unschuldig, unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden“ (Hebräer 7:25-27)
Es liegt unserem Gott offensichtlich sehr am Herzen, uns durch Sein Wort mit der einzigen Person vertraut zu machen (Apostelgeschichte 4:11-12), die uns verlorene Sünder erretten kann: Jesus Christus, der Heiland der Welt!
Die Geschichte des Menschen
Wenngleich die Geschichte des Menschen neben dem zentralen Thema der Bibel – unserem Herrn Jesus Christus – verblasst, so kann uns die Betrachtung des Weges des Menschen doch eine wertvolle Belehrung sein!
Die Geschichte des Menschen beginnt am sechsten Schöpfungstag (1.Mose 1:26), Gottes Wort offenbart uns davon ausgehend an vielen Stellen Seinen Plan und Sein Ziel für den Menschen.
Dazu einige Meilensteine (Gottes Wege und Ziele mit uns Menschen werden wir in Band 2 im Rahmen der Bündnisse und Haushaltungen vertiefen):
Altes Testament
- Adam und Eva, die ersten Menschen, fielen in Sünde und wurden aus dem Paradies vertrieben.
- Die Nachkommen von Adam und Eva (Sem, Ham und Japhet) werden vor der Flut bewahrt und gründeten in 1.Mose 10 die Hauptreiche der damals bekannten Welt.
- Doch auch diese versagten (Turmbau zu Babel) und wurden mit Zerstreuung bestraft (1.Mose 11:7).
- Gott erwählte Abraham als Werkzeug, sich dem Menschen durch das Volk Israel als dessen Nachkommen zu offenbaren.
- Ab 1.Mose 12 finden wir ein deutliches Hervortreten Israels und Gottes Wirken mit und an Seinem Volk. Nahezu das gesamte Alte Testament befasst sich mit den wenigen Gläubigen dieses kleinen Volkes!
Die Erfüllung der Wege dieser kleinen Herde finden wir in der Wiederkunft unseres Herrn, wodurch die Verheißung an Abraham aus 1.Mose 28:14 erfüllt werden wird:
- „Und deine Nachkommen sollen wie der Staub der Erde werden, und du wirst dich ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden; und in dir und in deinen Nachkommen sollen gesegnet werden alle Familien der Erde“ (1.Mose 28:14; lies auch Apostelgeschichte 3:25;
Römer 3:1-6.29)
Neues Testament
Im Neuen Testament steht ein davon abweichender, neuer Weg Gottes mit der Menschheit im Vordergrund: Gottes Wirken an der Versammlung als Leib Christi, zu dem alle gehören, die Christus als Herrn und Heiland angenommen haben! Hier finden wir, besonders in den Evangelien und in der Apostelgeschichte, das Wirken Gottes an Seiner, mit Seiner und durch Seine Versammlung.
Höhepunkt und Ziel dieser Wege Gottes finden wir im Buch der Offenbarung. Die zentralen Weltreiche werden beiseite gesetzt und durch ein Königreich aus dem Himmel ersetzt, das bei dem Kommen des Herrn mit den Seinen errichtet werden wird!
Juden und Heiden gleichermaßen werden sich im Tausendjährigen Reich zusammenfinden. Israel wird das Land unter Herrschaft seines Messias besitzen und – wie die Nationen der Erde (nicht: die Christen aus den Nationen!) – die Segnungen des Tausendjährigen Reiches genießen. Und wir (die Versammlung, die Braut Christi), werden mit Ihm auf dieser Erde herrschen!
Neben dem Hauptinhalt (Jesus Christus), den wir vorher erarbeitet haben, finden wir also die folgenden drei Linien:
- Die Souveränität Gottes in Bezug auf die Nationen
- Seine Treue gegenüber Israel
- Seine Gnade gegenüber Seiner Versammlung
Die Vollendung der Wege Gottes mit dem Menschen finden wir in dem Neuen Himmel, der Neuen Erde und dem Neuen Jerusalem:
- „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Thron sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der, der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21:1-5).
Offenbarung der Allmacht und Herrlichkeit Gottes
Das Wort Gottes offenbart uns wunderbare Fakten, die Gott mit den Menschen getan hat und tun wird, der Zeitrahmen umfasst die Zeit von vor der Schöpfung bis in Ewigkeit. Sein Wort dient dazu, uns die Größe und Herrlichkeit Gottes vorzustellen (Auszug):
- „Denn durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen.“ (Kolosser 1:16)
- „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk.“ (Psalm 19:2)
- „Und dein Volk, sie alle werden Gerechte sein, werden das Land besitzen auf ewig, sie, ein Spross meiner Pflanzungen, ein Werk meiner Hände, zu meiner Verherrlichung.“ (Jesaja 60:21)
- „Ja, du erhöhtest mich über die, die gegen mich aufstanden; von dem Mann der Gewalttat befreitest du mich. Darum, HERR, will ich dich preisen unter den Nationen und deinem Namen Psalmen singen, dich, der groß macht die Rettungen seines Königs und Güte erweist seinem Gesalbten, David und seinen Nachkommen in Ewigkeit.“ (Psalm 18:49-51)
Die Bibel ist ein einzigartiges, durchgängiges Appell zur Verherrlichung Gottes! Viele Seiner Eigenschaften werden durch Sein Wort einprägsam veranschaulicht, beispielsweise Seine unergründliche Weisheit, die Sünde zuließ und die Erlösung als Gnadenmittel einführte.
Wir erkennen, dass es souveräne Wege Gottes sind, die – im Gegensatz zu dem häufigen Motivationsgrund von uns Menschen – keine Selbstsucht zur Grundlage haben. Sie zeigen uns Gott als anbetungswürdigen Gegenstand unserer Liebe und Hingabe. Sie geben uns Anlass, Ihm zu vertrauen, an Ihn zu glauben und in Ihm zu ruhen! Zudem haben wir Heilsgewissheit und -sicherheit für diese Zeit und für die Ewigkeit!
Befassen wir uns aber nun mit einigen Bibelstellen, die Grund zum Lob und zur Verherrlichung Gottes darstellen!
Sein Volk (Israel) dient der Verherrlichung Gottes
- „Ich werde zum Norden sagen: Gib heraus!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne von fern her und meine Töchter vom Ende der Erde, jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet und gemacht habe! […] Dieses Volk, das ich mir gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm erzählen. […] Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt um meinetwillen; und deiner Sünden will ich nicht mehr gedenken.“ (Jesaja 43:6-7.21.25)
- „Steh auf, leuchte; denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen! […] Und Nationen wandeln zu deinem Licht hin, und Könige zum Glanz deines Aufgangs. […] Und dein Volk, sie alle werden Gerechte sein, werden das Land besitzen auf ewig, sie, ein Spross meiner Pflanzungen, ein Werk meiner Hände, zu meiner Verherrlichung.“
(Jesaja 60:1.3.21) - „Und du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand des HERRN und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes.“ (Jesaja 62:3)
- „Denn wie der Gürtel sich an die Hüften eines Mannes anschließt, so habe ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda an mich geschlossen, spricht der HERR, damit sie mir zum Volk und zum Namen und zum Ruhm und zum Schmuck seien; aber sie haben nicht gehört.“ (Jeremia 13:11)
Die Erlösung ist zur Verherrlichung Gottes, auch Seine Gnade und Weisheit
- „damit er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Begnadigung, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat – uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen.“ (Römer 9:23-24)
- „die wir zuvor bestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Rat seines Willens, damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir zuvor auf den Christus gehofft haben; in dem auch ihr, nachdem ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils – in dem ihr auch, nachdem ihr geglaubt habt, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist, zur Erlösung des erworbenen Besitzes, zum Preise seiner Herrlichkeit.“ (Epheser 1:11-14)
- „damit jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die mannigfaltige Weisheit Gottes, nach dem ewigen Vorsatz, den er gefasst hat in Christus Jesus, unserem Herrn; in welchem wir die Freimütigkeit haben und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn.“ (Epheser 3:10-12)
Jeder Dienst, jede Tat soll der Verherrlichung Gottes dienen
- „lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ (Matthäus 5:16)
- „Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt, und ihr werdet meine Jünger werden.“ (Johannes 15:8)
- „Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.“ (1.Korinther 10:31)
- „und dass ihr euren Wandel unter den Nationen ehrbar führt, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tag der Heimsuchung. […] Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ (1.Petrus 2:12;4:11)
Unsere neue Natur hat die Verherrlichung Gottes zum Zweck
- „durch den wir mittels des Glaubens auch den Zugang haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.“ (Römer 5:2)
Selbst der Tod des Gläubigen dient der Verherrlichung Gottes:
- „Dies aber sagte er, andeutend, mit welchem Tod er Gott verherrlichen sollte.“ (Johannes 21:19)
- „nach meiner sehnlichen Erwartung und Hoffnung, dass ich in nichts werde zuschanden werden, sondern mit aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt Christus erhoben werden wird an meinem Leib, sei es durch Leben oder durch Tod.“ (Philipper 1:20)
Der durch Gottes Gnade erlöste Sünder darf diese Herrlichkeit mit Ihm teilen
- „Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben […] Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.“ (Johannes 17:22.24)
- „Wenn der Christus, unser Leben, offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit.“ (Kolosser 3:4)
Zusammenfassung
Wir finden in Gottes Wort viele Hinweise auf die Größe und Allmacht Gottes. In Seinem Handeln und Seinen niedergeschriebenen Gedanken erkennen wir Seine göttliche Macht, Größe und grenzenlose Weisheit!
Neben dem Wirken an und für uns Menschen erkennen wir durchgängig Sein Werben um uns; erreichen diese Schilderungen auch unser Herz?
Gottes Volk Israel sollte auf dieser Erde ein Grund Seiner Verherrlichung sein. Es wurde Sein Eigentumsvolk genannt (5.Mose 7:6; 14:2; 26:18), diesen Status hat Er im Neuen Testament Seiner Versammlung gegeben (Titus 2:14). Als Teil des Leibes Christi ist es nun unsere Aufgabe, einzeln und als Kollektiv zur Verherrlichung Gottes zu wirken.
Wenn wir die uns umgebende wunderbare Schöpfung sehen, die Menschen Tag für Tag zur Verherrlichung Gottes führt, sollten wir uns fragen, ob unsere Ausrichtung und unser Wirken auf das gleiche Ziel ausgerichtet sind, ob wir ähnlich fleißig und pausenlos zeugen (wende dazu „damit die Welt erkenne…“ in Johannes 17 an).
Gott selbst hat uns durch die Gabe Seines Sohnes errettet und Licht in uns gegeben. Nicht für uns selbst, sondern zum Zwecke Seiner Verherrlichung!
Wenn wir das in dieser Lektion Gelesene nochmals vergegenwärtigen, sollte es uns dann nicht auch so gehen, dass es uns „unmöglich ist, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden“ (Apostelgeschichte 4:20)? Haben wir nicht Grund genug, dankbare, freudige und kraftvolle Zeugen Gottes zu sein?
Sein Wunsch ist nun, dass wir unseren Status als Söhne Göttes nicht verleugnen, in dem wie sie verdecken und nur als gleichförmig dieser Welt erkennbar sind, sondern diese edle Aufgabe auch wahrnehmen, damit Er durch unser Wirken verherrlicht wird:
- „Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ (Römer 12:2)
- „Ebenso lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater […] verherrlichen.“ (Matthäus 5:16)
- „ich habe euch auserwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe.“ (Johannes 15:16)

