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Landwirtschaft in der Bibel

Lehrplan

  • 2 Sections
  • 9 Lessons
  • 4 Weeks
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  • Intro
    2
    • 1.0
      Informationen zum Kurs
    • 1.1
      Einleitung
  • Landwirtschaft in der Familie Jair
    8
    • 2.1
      Tabea (Mutter)
    • 2.2
      Amon (Vater)
    • 2.3
      Elias (Sohn #1)
    • 2.4
      Jeremias (Sohn #2)
    • 2.5
      Maik (Sohn #3)
    • 2.6
      Asael (Onkel)
    • 2.7
      Matteo (Großvater)
    • 2.8
      Quiz
      10 Minutes5 Questions

Jeremias (Sohn #2)

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Hi!

Ich bin Jeremias Jair, der 2. Sohn von Amon und Tabea Jair und 28 Jahre alt. Mit meinem älteren Bruder Elias kümmere ich mich um mehrere Weizen- und Gerste-Felder. Dabei bin ich für die Saat & Ernte, sowie die Katastrophenbewältigung zuständig.

Weizen und Gerste

Diese Getreidesorten werden hauptsächlich beim Brotbacken verwendet. Weizen wächst außerdem eher in feuchten Gebieten, Gerste hingegen eher in trockenen Gebieten. Das ist ideal für uns, da wir so den gesamten Bereich um unser Zuhause herum bewirtschaften können.

Die Aussaat erfolgt von Mitte November bis Mitte Januar. Dabei gehe ich mit einem Beutel voll Saatgut über das Feld und streue es „breitwürfig“ auf den Boden. Danach wird das Feld erneut gepflügt, damit alle Samen mit Erde bedeckt werden. Als letztes treiben wir die Bullen über den Acker, welche den Samen in den Ackerboden stampfen.

Nun müssen Schutzmaßnahmen geplant und umgesetzt werden, sobald die Saat aufgeht. Es streunen nämlich zahlreiche Tiere um den Acker herum mit der Hoffnung, die keimenden Samen zu verspeisen.

Während der Weizen und die Gerste wachsen, bearbeiten wir den Boden um die Halme herum, um ihn locker und Unkraut-frei zu halten.

Mitte bis Ende April ist die Gerste dann reif zur Ernte, der Weizen erst etwa einen Monat später. Bei der Ernte hilft meine Familie immer mit, da es eine langwierige und mühsame Arbeit ist.

Die Ernte läuft folgendermaßen ab: Die Pflanzen werden unterhalb der Ähre festgehalten und mit einer Sichel abgeschnitten. Diese Ähren werden dann zu Garben gebunden. Eine „Nachlese“, also das erneute Schneiden und Sammeln der übrigen Ähren ist verboten, da sie für die Witwen, Waisen und Fremden übriggelassen werden, die kein eigenes Land besitzen.

Wenn das in Garben gebundene Getreide in der Sonne getrocknet ist, wird es auf der sog.  „Tenne“ gedroschen und die Körner von den Hülsen & Halmen getrennt. Bei größeren Getreidemengen lassen wir unsere Ochsen auf dem Erntegut herumtrampeln – dabei dürfen sie sogar von der Ernte fressen.

Anschließend wird das Getreide an windigen Tagen „geworfelt“: Mithilfe einer hölzernen Gabel mit breiten Zinken werden Spreu und Körner in die Luft geworfen. Dabei fliegen die leichten Hülsen und Halme fort, die schweren Körner sammeln sich auf einem Haufen. Diese Körner werden daraufhin gelagert und später zu Mehl verarbeitet.

Nach der erfolgreichen Ernte, Lagerung und Verarbeitung gibt es immer eine große Feier, weil die Vorräte für die kommenden Monate sichergestellt sind.

Dürrezeiten und Katastrophen

Nun kommen wir zu den Katastrophen, die uns immer wieder belasten und sogar die gesamte Ernte vernichten können. Wir kämpfen gegen das Wetter, gegen Plagen und gegen Krankheiten.

Jedes Jahr herrscht ungefähr von Juni bis August eine extreme Trockenheit. Damit kommen wir mittlerweile gut klar, schlimmer ist es für uns, wenn der Winterregen zu früh durch die Trockenheitsperiode ausgewechselt wird. Die keimenden Samen verdorren dann in der Hitze. Manchmal haben wir auch mit langanhaltenden Trockenzeiten zu kämpfen, die aber meist als „Gerichte Gottes“ angesehen und nicht gewöhnlich sind.

Gelegentlich kommen auch heiße Winde im Herbst auf, die die Vegetation entweder austrocknen oder sogar ganz zerstören. Auch Hagelstürme verwüsten – wenn sie auftreten – Getreide und Vieh.

Heuschrecken sind unsere „Erzfeinde“: sie werden aus der Wüste „herangetrieben“ und können zu jeder Jahreszeit in das Gebiet einfallen – sie sind also unberechenbar. Die Larven verschlingen jede Pflanze und schwärmen, nachdem ihnen Flügel gewachsen sind, in großen, dunklen Wolken aus. Sie richten immensen Schaden an und es ist fast unmöglich, sich gegen sie zu wehren.

Manchmal leiden unsere Tiere und Pflanzen auch an Krankheiten, deren Ursache meist unklar ist.

Zuletzt müssen wir auch immer mit Plünderern rechnen, die uns unsere hart erarbeitete Ernte rauben.

Du siehst, das Leben in der Landwirtschaft ist sehr ungewiss, risikobehaftet und hart. Trotzdem ist die Arbeit sinnvoll und ist eine gute Möglichkeit, meine Familie und Verwandten zu versorgen.

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