17 Feb.

Gefäße Gottes #1 – Ein Überblick

In dieser kurzen Blog-Serie befassen wir uns mit Gefäßen Gottes, also „Hüllen“ des Wirkens Gottes und stimmen uns mit einem bekannten Lied darauf ein (aus „Loben“, Lied 289):

Herr, wir loben Deine Gnade, dass du uns für dich gewannst,

rein’gend, rettend und erfüllend, so, dass du uns brauchen kannst.

Nur Gefäße, heilger Meister, doch gefüllt mit deiner Kraft,

lass von dir und durch uns strömen Liebesmacht und Lebenssaft!

Völlig leer, dass du uns füllest als Gefäße deiner Hand,

die kein andres Siegel tragen als nur dies: „Von dir gesandt.“

Wir erkennen, dass die wesentliche Bedeutung eines Gefäßes der Inhalt ist. So konnten Krüge mit dem edelsten Wein, oder auch mit verdorbenen Flüssigkeiten gefüllt sein. Unterschätzen wir aber nicht die Bedeutung des Zustands eines Gefäßes. So kann ein verschmutzter Glaskörper eine hell strahlende Kerze in ihrer Strahlkraft hemmen, auch sollten „schwächere Gefäße“ (1.Petrus 3:7) weniger Belastung ausgesetzt werden als ihre dickwandigen Pendants.

Gehen wir nun auf einige „Gefäße“ ein, die Gottes Wort uns zeigt:

Licht der Welt

„14 Tut alles ohne Murren und zweifelnde Überlegungen, 15 damit ihr untadelig und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr scheint wie Lichter in der Welt, 16 darstellend das Wort des Lebens, mir zum Ruhm auf den Tag Christi, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin noch auch vergeblich gearbeitet habe.“ (Philipper 2:14-16)

Als Lampen sollen wir das Wort des Lebens ausstrahlen und unser Umfeld damit erleuchten. Die Welt liegt in der Dunkelheit und viele Ansichten können wirklich als verdreht und verkehrt deklariert werden. Heilung ist hier das klare Licht des Evangeliums und der Lehre, weshalb wir auf einen „durchlässigen“ Glaskörper und ein klares, unverfälschtes Licht achten sollten.

Gefäß des Zorns / der Begnadigung

„22 Wenn aber Gott, willens seinen Zorn zu erweisen und seine Macht kundzutun, mit vieler Langmut ertragen hat die Gefäße des Zorns, die zubereitet sind zum Verderben, 23 und damit er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Begnadigung, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat – 24 uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen.“ (Römer 9:22-24)

Als sündige Menschen waren wir Gefäße des Zorns. Unser sündiger Lebensstil hatte uns bereits zum Verderben zubereitet. Gottes Gnade rettete uns und Er (!) bereitete uns zur Herrlichkeit zu – was für ein wunderbares Geschenk! Vergessen wir nicht Gottes große Langmut, die jedem Menschen diese Rettung ermöglicht (siehe z.B. 2.Petrus 3:9), bevor der Mensch die Folgen seines Verweigerns tragen muss (z.B. der Pharao in 2.Mose 9.

Quelle lebendigen Wassers

„37 An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus da und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. 39 Dies aber sagte er von dem Geist, den die an ihn Glaubenden empfangen sollten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“ (Johannes 7:37-39)

Sehen wir uns als solche Quelle? Fließen diese Ströme lebendigen Wassers aus uns heraus, oder geben wir eher wohl portionierte „Shots“ an unser Umfeld weiter? Wir erkennen in Epheser 5:18-21 die große Bedeutung für unser Umfeld, wenn wir mit dem Geist erfüllt sind, ebenso wird ein „Wandeln im Geist“ (Galater 5:16) deutliche und gesegnete Fußspuren in dieser Welt hinterlassen.

Schatz des Herzens

„43 Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, noch andererseits einen faulen Baum, der gute Frucht bringt; 44 denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, noch liest man von einem Dornbusch eine Traube. 45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund.“ (Lukas 6:43-45)

In diesen Beispielen illustriert Gottes Wort uns die wichtige Wahrheit, dass das Innere zwangsläufig nach Außen wirkt. Es mag menschliche Bemühungen des „Übertünchens“ (Matthäus 23:25-28) geben, letztlich wirkt das Herz aber (z.B. durch den Mund) auf unser Umfeld ein (Sprüche 4:23).

Wir tun gut daran, unsere Herzenskammer immer wieder einer gründlichen Revision zu unterziehen, indem wir unseren Schatz mit Gottes Wertesystem abgleichen:

  • Römer 5:5 sagt uns, dass die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist in uns ausgegossen wurde – finden wir sie in uns?
  • Kolosser 3:16-17 spricht von der Regentschaft des Friedens Christi in unserem Herzen und von uns als Wohnort des Wortes Gottes – entspricht das unserer Realität?

Fazit

Wir haben einige der „Gefäße“ Gottes beleuchtet, vielleicht ist ja ein Impuls, sich vertieft mit den weiteren zu befassen. Gern teilen wir aber noch folgendes Appell Gottes aus dem Buch der Sprüche zum gründlichen Bedenken:

„20 Mein Sohn, höre aufmerksam auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. 21 Lass sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. 22 Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleisch. 23 Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.“ (Sprüche 4:20-24)

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