Gefäße Gottes #2 – Tempel Gottes


In diesem zweiten Beitrag behandeln wir die Frage, welche Bedeutung es hat, dass wir als Gläubige ein „Tempel Gottes“ sind. Lesen wir zuerst die betreffenden Refernezverse:
„16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und solche seid ihr.“ (1.Korinther 3:16-17)
„15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.«“ (2.Korinther 6:15-16)
Wir lesen, dass der Heilige Geist in uns wohnt im Kollektiv der Gläubigen, ebenso aber auch in jedem Einzelnen von uns. Dennoch ist die primäre Aufgabe eines Tempels nicht, als Wohnung zu dienen. Es ist weit mehr eine (gewünschte) Betätigungsstätte des Heiligen Geistes zur Verherrlichung Gottes:
„19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid? 20 Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott in eurem Leib.“ (1.Korinther 6:19)
Gott ist Eigentümer der Herde – und auch unseres Leibes geworden. Er hat ihn erkauft mit dem Blut Seines Eigenen (Apostelgeschichte 20:28). Klare Zielsetzung dieses Erwerbs ist die von der Welt abgesonderte Verherrlichung Gottes.
In BibelCamps etc. wird immer wieder die Frage gestellt, wie diese Aufgabe zu verstehen ist und welche Konsequenzen das für unser Leben haben sollte. Dazu einige Anregungen am Beispiel eines „früheren Tempels Gottes“, der Stiftshütte. Gott beauftragte Mose zum Bau dieses „Tempels“ und wies ihn an, dass u.a. folgende Objekte in ihm enthalten sein sollten – überlege einmal, welche Impulse Du daraus jeweils gewinnen kannst:
- Die Bundeslade war ein Zeichen der Gemeinschaft von Gott und Menschen. Erinnern wir uns auch an den „Sühndeckel“ (Hebräer 10:4.11-18), der uns diese innige Gemeinschaft erst ermöglichte.
- Der Tisch der Schaubrote war ein deutliches Zeichen bzw. ein Beleg des Bundes und Segens Gottes. So hatte das Bewusstsein und die Dankbarkeit für Gottes Wirken einen festen Platz im Leben und wurde immer wieder in den Blick genommen.
- Der Siebenarmige Leuchter, der aus einen Stück getrieben wurde (ein Bild des Christus) und dessen Mandelblüten von der Auferstehung zeugen (siehe der Stab Aarons) erleuchtete das Heiligtum, insbesondere aber den Tisch der Schaubrote. Beachtenswert ist, dass dieser Leuchter Öl benötigte (3.Mose 24:2), ebenso aber täglich mithilfe von Löschnäpfen und Dochtscheren (2.Mose 25:37-38) „zubereitet“ werden mussten – ein ganz wichtiger Impuls für uns als Lichter in der Welt.
- Die Decken und Wände des Heiligtums sprechen von Schutz und Absonderung, ebenso von innerer Weihe.
- Der Brandopferaltar im Vorhof war Gegenstand und Zeichen des Gottesdienstes – welche praktischen Anregungen und Umsetzungsmöglichkeiten erkennst Du darin für Dein Leben als Priester Gottes?
- Der zweite Altar war der Räucheraltar. Auf diesem sollte ein „beständiges Räucherwerk vor dem Herrn“ brennen (2.Mose 30:8) und explizit kein „fremdes Räucherwerk“. Auch diesem Gegenstand könnte man einen eigenen Blog-Beitrag widmen, bedenke ihn einmal in Zusammenhang mit Offenbarung 5:8…
- Wir kommen zum abschließenden Beispiel, dem Waschbecken aus Kupfer. Zweifelsohne diente es der regelmäßigen Reinigung und Heiligung, ein wichtiger Aspekt für jeden Priester.
Wir konnten hoffentlich aufzeigen, wie viel mehr – als nur eine Wohnung des Heiligen Geistes – Gottes Plan mit Dir ist, wenn Er Dich als Seinen Tempel bezeichnet. Er hat den höchsten Preis bezahlt und wir haben nun die Möglichkeit, Gott zu verherrlichen in unserem Leibe – dem Tempel Gottes.